• Dr Rudolf King

Nachruf auf meinen treuen, langjährigen Freund Fred Womes


Mein Freund Dr. Fred Womes ist überraschend in der Nacht auf den 14. Juni 2016 gestorben. Wenn sein Grabstein eine Aufschrift ausser seinen Namen und dem Tag seiner Geburt und seines Todes tragen sollte, dann hiesse diese einfach "Ein Mensch". Ein Mensch, der stolz macht, selbst dieser Spezies homo sapiens anzugehören, einer, der uns die Richtung zeigt.

Ein Mann, der schon in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts Freund meines Vaters war, immer gut gelaunt, beruflich höchst erfolgreich, seiner Tochter Nicola ein liebevoller Vater und Vorbild als Mediziner, seiner Frau Kristina, die er seit der Schule kannte, ein fürsorgender, treuer und herzlicher Ehemann.

Fred hatte immer einen Scherz parat, gerne am Rand der Gürtellinie, immer dieses besondere, unnachahmliche Fred´sche Zwinkern im Auge, konnte sich über die Aufregung amüsieren, wenn er etwas für unbedeutend hielt; er hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, man wusste immer, wie man bei ihm dran war.

Er schwieg, wenn er sich in einem Thema nicht auskannte oder es ihn nicht interessierte; er sprach umso klarer, wenn und sobald er sich auskannte. Und dann musste man ihm Recht geben, er wusste wirklich wovon er sprach.

Es war wunderbar und ein Geschenk, Fred fast ein halbes Jahrhundert lang kennen zu dürfen, ihn als Ratgeber und als Freund zu wissen.

Fred ist ohne Ankündigung in den ewigen Osten aufgebrochen, umso fassungsloser sind wir alle, die diesen Weg noch nicht begonnen haben. Er glaubte nicht an Gott und ein Leben nach dem Tod. Dennoch hoffe ich, daß er und mein Vater nun wieder wie früher Watten spielen. Denn vielleicht - und hoffentlich - hat sich Fred einmal geirrt.

Fred soll uns ein Vorbild bleiben, als Freund, als Verwandter.

Als Mensch.

Danke Dir Fred, ich hoffe wir sehen uns wieder.

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